Abendkonzert 2009

Im Februar lud der Musikverein „Einheit“ wieder zum Abendkonzert in die Begegnungsstätte ein. Die zahlreichen Besucher haben die Gelegenheit genutzt, die Musikerinnen und Musiker des Vereins einmal nicht im Zusammenspiel mit dem Orchester zu erleben, sondern sich auch vom Können jedes einzelnen zu überzeugen. Das Auftreten in kleinen Gruppen bot den Aktiven wieder die Möglichkeit, sich vor ihrem Publikum einmal solistisch zu präsentieren.

Eröffnet wurde das Abendkonzert vom Matura Brass Quintett, das vor zwei Jahren zum ersten mal aufgetreten ist. Heinz Münchgesang, Reinhold Hoffmann, Alexander Ringwald, Stefan Voß und Gerd Puritscher, 1 Flügelhornist vom Musikverein Grünwettersbach, zeigten mit "Pavane" von Johann H. Schein, "Traumwalzer" von Jean F. Michel, sowie dem Sousa-Medley von Norman Tailor eine "reife" Leistung. 

 

Dann begrüßte Gerhard Piske den Klarinettisten und "Mann der ersten Stunde" Günter Becker, der seit Anbeginn dieser Konzerte einen festen Platz im Konzertprogramm hat. An diesem Abend spielte er gemeinsam mit Luise Kalscheuer, begleitet am Klavier von Walter Münchgesang, ein Konzert für zwei Klarinetten und Klavier Opus 35 von Franz Krommer. Ein Konzert, das sich durch Spontaneität, harmonische Ausdrucksweise und verblüffende Tanartwechsel von Dur nach Moll auszeichnete.

 

 

 

 

Sanftes Plätschern und Säuseln konnten die Zuhörer des nächsten Stückes vernehmen. Viktoria Seefeldt, Alexandra Kerl, Dorothee Struck und Ada Böder ließen mit dem Werk die „Moldau“ von Bedrich Smetana das Publikum teilhaben an einem Streifzug entlang dieses berühmten böhmischen Flusses.

Alexandra Kerl spielte anschließend, begleitet von Roman Birnbaum am Klavier, „Fantasie Pastorale“ von Albert Doppler, einem Freund Franz Schuberts. Bei der „Pizzicato-Polka“ von Johann Strauss wurden die vier Flötistinnen noch von Dr. Wolfgang Kraut am Fagott unterstützt.

Zum Abschluss des ersten Programmteils nahmen der stellvertretende Präsident des Blasmusikverbandes Karlsruhe Berthold de Bortoli und Gerhard Piske die Ehrungen für langjährige aktive und fördernde Mitgliedschaft vor.

 

Die Ehrennadel in Diamant vom Bund Deutscher Musikverbände für 60-jährige aktive Tätigkeit erhielten Reinhard Schäfer und Reinhard Supper.

 

Gerhard Münchgesang wurde in Abwesenheit vom Bund Deutscher Blasmusik-Verbände für 50-jährige aktive Tätigkeit mit der Großen Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

 

Für 25-jährige aktive Mitgliedschaft im Jahr 2009 wurden Ute Münchgesang, Ulrich Münchgesang, und Markus Ottaviano geehrt.

 

Fördernde Mitglieder sind seit 25 Jahren Heinrich Beedgen, Frank Fischer, Annette Haschek, Michael Kraut , Domeniko Ottaviano, Dr. Luiz-Carlos Stephan, Monika Frank, Rainer Glockner und Otto Böltz.

 

Zum Ehernmitglied wurde an diesem Abend Alwin Frank ernannt, der sich als Jugenddirigent und Vorstandsmitglied um den Verein verdient gemacht hat.

Nach den Ehrungen ging es weiter im Programm mit einem "Konzert für vier Waldhörner und Orchester" von Carl H. Hübler. Dr. Dietrich Münchgesang, Markus Ottaviano, Ingeborg Seufer und Ulrich Münchgesang am Waldhorn und Walter Münchgesang am Klavier spielten das Allegro und Andante des Konzertstücks, das der Komponist wohl in Anlehnung an das Werk von Robert Schumann komponierte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Abschluss des Konzertabends lief das United Brass Quintett mit dem Stück „Just a closer Walk“, einem traditionellen und für „Street Bands“ typischen Stück, in die Begegnungsstätte ein.

Die Besucher hörten Tobias Hoffmann und Frank Münchgesang an der Trompete, Ulrich Münchgesang am Horn, René Lietzau an der Posaune und Michael Bonnet an der Tuba. Sie musizieren bereits seit vielen Jahren gemeinsam und haben sich in dieser Besetzung durch ihr großes Repertoire und ihren professionellen Anspruch einen Namen gemacht. Davon konnte sich auch das Publikum bei der anschließenden „Tarantella“ überzeugen. Der aus Süditalien stammende Volkstanz zeichnet sich durch schnelle Musik im 3/8 oder 6/8 Takt aus, ist „halsbrecherisch“ schnell, schwelgerische opulent und schwer zu spielen.

Mit Auszügen aus dem Waldspaziergang und dem Abendsegen aus „Hänsel und Gretel“ von E. Humperdinck und einer schwungvollen Zugabe endete der Auftritt der fünf Musiker und damit der wieder einmal gelungene Konzertabend des Musikvereins.  dk