Blasmusik kennt keine Grenzen

MVE wirkt beim Doppelkonzert in der Schweiz mit

 

Seit dem Jahr 1953 pflegt der Musikverein „EINHEIT“ Wolfartsweier freundschaftliche Beziehungen mit der Musikgesellschaft Dagmersellen in der Schweiz. Nach etlichen gegenseitigen Besuchen von Konzerten und Festanlässen kam es nun nach 56 Jahren zum ersten gemeinsamen Konzert.

Um 8:00 Uhr startete am 24. Oktober 2009 der MVE-Tross mit dem Reisebus in Richtung Alpenregion, Ziel war Dagmersellen – eine Gemeinde im Luzerner Wiggertal in der Mitte der Schweiz. Am frühen Nachmittag erreichte das Große Blasorchester die Unterkunft im Fliesenlegerzentrum am Rande von Dagmersellen. Nach dem Einchecken und kurzer Erkundungs-Tour ging es für die Musiker gleich wieder mit dem Bus zur Generalprobe in die Konzerthalle Arche. Im Anschluss daran folgte die erste gemeinsame Probe mit der MG Dagmersellen für das gemeinsame Finale des Konzerts am selben Abend. Danach fand man sich zum gemütlichen Abendessen im Restaurant ein.

 

 

 

 

 

Gut gestärkt trafen alle Mitwirkende wieder zum Konzert in der Arche ein. Dieses begann pünktlich um 20:00 Uhr mit der Tambourengruppe Dagmersellen-Altishofen, die mit den Stücken „Delta“ und „Boogie Woogie for Drums“ diesen Konzertabend rhythmisch eröffnete.

 

 

Nach der Begrüßung durch den MGD-Präsident Patrick Riedweg konnte das Konzert, dirigiert vom Dirigenten Ueli Kipfer seinen Lauf nehmen. Mit der Melodie aus dem gleichnamigen Film „Mission Impossible“ gelang der MGD ein fulminanter Start in den 2. Teil und bei Walt Disneys „Pirates of the Caribbean“ zeigten die Musikanten aus Dagmersellen ihr vielseitiges Können. Mit „Flashdance- What a Feeling“ wurde das Tanzfieber der Achtzigerjahre gefühlvoll wiedergegeben und mit den Melodien aus „Titanic“ und Andrew Lloyd Webbers „Jesus Christ Superstar“ dieser 2. Konzertteil fantastisch beendet.

 

 

Nach der Pause erfolgte der ersehnte Auftritt des Musikvereins „EINHEIT“ Wolfartsweier unter der Leitung von Gerhard Münchgesang, der seit 1981 dieses Symphonische Blasorchester dirigiert. Es offenbarte sich schnell, dass diese Formation in Harmonie-Besetzung auch musikalisch einiges zu bieten hatte. Das bewies sie schon mit der gefühlvollen Wiedergabe von Verdis „Nabucco“, einem Werk, das mit seinen eingängigen Melodien immer wieder viel Freude bereitet.

 

 

Mit dem Walzerkönig Johann Strauss und seinem für einen Narrenabend komponierten Walzer „Wein, Weib und Gesang“ fuhren die Gäste aus Deutschland das Programm klassisch fort. Ein Höhepunkt war das folgende Solostück „Zirkus Humberto“, der 16-Jährige Holger Körner konnte mit diesem Xylophon-Solo das Publikum begeistern und wurde nicht ohne einer Zugabe von der Bühne entlassen. Auch in den beiden letzten Stücken, in welchen den beiden Jazz-Größen Harry James und Benny Goodman die Ehre erwiesen wurde, setzten sich mehrere Musikanten solistisch in Szene.

 

 

 

Zum Abschluss des Konzertabends kam es dann zum großen gemeinsamen Auftritt beider Musikvereine. Mit dem „Major Blues“ und dem Marsch „Gruß an Bern“ setzten die Dagmerseller und Wolfartsweirer Musikanten einen markanten Schlusspunkt unter einen gelungenen Konzertabend. Anschließend kam die Festwirtschaft zum Zug und in der Bar wurde bis zum frühen Morgen gemeinsam getanzt und gefeiert.

 

Nach einer kurzen Nacht, traf sich der MVE beim gemeinsamen Frühstück, bevor es wieder in Richtung Heimat ging. Ein Zwischenstopp wurde in Affoltern in der Emmentaler Schaukäserei eingelegt. Dort erfuhr man, wie seit 1813 bis heute echter Emmentaler Käse mit den großen Löchern hergestellt wird. Eingedeckt mit reichlich Proviant setzte der MVE seine Heimreise fort und erreichte am Abend mit vielen neuen Eindrücken wieder den Ausgangspunkt seiner Konzertreise.

 

 

Rein rechnerisch findet das nächste gemeinsame Konzert wieder im Jahr 2065 statt. Der MVE hofft aber, dass er in naher Zukunft ein gemeinsames Doppelkonzert in Wolfartsweier präsentieren kann. Es wird daran gearbeitet. fm