Stadtgartenkonzertreihe 2009 eröffnet

 

 

Am 26.4.09 um 15.30h endete die Winterpause der Stadtgertenkonzerte im Stadtgarten Karlsruhe. Der Musikverein „EINHEIT“ Wolfartsweier eröffnete das Konzert unter der Leitung von Gerhard Münchgesang unter idealen äußeren Bedingungen mit dem Einzug der Gladiatoren von Julius Fucik. Die zahlreich erschienenen Zuhörer durften sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Von Klassik bis Rock´n´Roll, von Verdi bis Glenn Miller, kurz gesagt: Musik für Jung und Alt.

 

Der Musikervorstand Sven Münchgesang führte gekonnt durch das Programm, dabei wurden die Zuhörer auf die Stücke eingestimmt und erfuhren ein paar Hintergrundinformationen zu den einzelnen Werken.

Sven Münchgesang führte durch das Programm

Mit zwei Altmeistern fuhren die Wolfartsweirer fort, Antonin Dvorak´s Slawischer Tanz Nr. 8  und Giuseppe Verdi´s Ouvertüre zu Nabucco mit dem berühmten Gefangenenchor brachten die ca. 50 Musikerinnen und Musiker zu Gehör. Giuseppe Verdi hatte eigentlich keine Ouvertüre für diese Oper geschrieben, erst durch drängen seines Schwagers komponierte er diese geniale Komposition.

 

Anlässlich der  Einweihung der ersten Seilbahn auf den Vulkan Vesuv komponierte Luigi Denza das Stück Funiculi Funicula. Leider wurde 1944 diese Bahn bei einem Ausbruch des Vulkans zerstört, das Stück ist aber bis heute noch weltbekannt.

 

Was wäre ein Konzert ohne einen schönen Walzer. Johann Strauß ist unbestritten der Walzerkönig, zu seinen bekanntesten Werken zählen z.B. „An der schönen blauen Donau“ oder der „Kaiserwalzer“. Gerhard Münchgesang hatte sich aber einen anderen Walzer von Johann Strauß ausgesucht. Wein, Weib und Gesang, dieser, für einen Narrenabend des Wiener Männergesangsvereins komponierte Walzer wurde durch die Strauß-Kapelle im Jahre 1869 uraufgeführt. 

 

Die beiden letzten Stücke vor der Pause kann man mit dem Überbegriff Filmmusik zusammenfassen. Das Symphonische Blasorchester spielte den Great Waldo Pepper March und die Titelmelodie des Films Lawrence von Arabien.

Nach der Pause schwenkte das Orchester von der klassischen zur modernen Blasmusik um und begann gleich schwungvoll mit einem Medley des King of Rock ´n´ Roll Elvis Presley gefolgt von Carmen in Pop arrangiert vom ehemaligen Chef des Luftwaffenmusikkorps 2 aus Karlsruhe Herbert Russek.

 

Dass dieses Orchester auch etwas mit Swing anfangen kann, stellten die Musiker mit dem Stück „A Tribute to Benny Goodman“ unter Beweiß. An der der Soloklarinette hörte man Henning Körner, der mit mehreren Solo – Passagen das Publikum begeistern konnte.

 

Neben den Beschreibungen zu den Stücken gab der Musikervorstand Sven Münchgesang ein paar Informationen über den Verein. So erfuhr man, dass Wolfartsweier zu den Bergdörfern von Karlsruhe zählt, aber in Wirklichkeit  das einzige Bergdorf sei welches im Tal liegt. Oder dass man in diesem Verein z.B. neben einem Maurer, 4 Steinmetze, einem Zahnarzt, vielen Schülern und noch mehr Rentnern musizieren kann.

 

In der Zwischenzeit hatte sich unter den Zuschauern ein Pelikan verirrt und sorgte für viel Unruhe auf den Rängen. Passend dazu führte der MVE das Programm mit dem Stück Las Playas de Rio fort. Einem aus 3  Sätzen bestehendem Werk über die verschieden Strände von Rio de Janeiro.

 

Nicht Gerd Müller sondern Glenn Miller arrangierte aus dem St. Louis Blues während seiner Wehrdienstzeit den St. Louis Blues Marsch und somit eine richtige Big Band Nummer, die durch das Orchester im richtigen Big Band Sound dargeboten wurde. Anschließend beendete der Musikverein aus Wolfartsweier sein offizielles Programm mit dem Samba Tico Tico arrangiert von Naohiro Iwai.  

 

Die Musiker bedankten sich sehr gerne für den großen Beifall mit dem Marsch Jubelklänge.  fm